Peter Opala

Facharzt für Allgemeinmedizin - Naturheilverfahren - Homöopathie - Präventive Medizin

Bioidentische Hormontherapie 

Das Hormonsystem unseres Körpers gehört zu unseren ältesten natürlichen Regulationssystemen und ist an der Steuerung von zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Vereinfacht gesagt bemüht es sich, wie der Dirigent eines Orchesters einen harmonischen Gleichklang der einzelnen Solisten herzustellen, um eine Ausgeglichenheit aller Körperfunktionen und Organe sicherzustellen. Das wird naturheilkundlich als "Homöostase" bezeichnet. 


Gerät dieses komplizierte System ins Ungleichgewicht, können sich verschiedene Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen einstellen, z.B. das Prämenstruelle Syndrom

bei der Frau, Störungen der Regelblutung, Fruchtbarkeitsstörungen, gutartige Verhärtungen der Brustdrüsen (Adenome) und der Gebärmuttermuskulatur (Myome), Scheidentrockenheit, Klimakterische Beschwerden, Libidoverlust, Gewichtszunahme durch Wasser- und Fetteinlagerungen, psychische Befindensstörungen ( u.a.  depressive Verstimmungen, Nervosität, Angstzustände, Schlafstörungen) etc.. Dabei ist häufig nicht bekannt, dass Frauen und Männer entwicklungsgeschichtlich alle Hormone im Körper gemeinsam verfügbar haben, sie werden teilweise, wie bei den Geschlechtshormonen in unterschiedlichen Organen ( u.a. Eierstöcke, Hoden) produziert und haben nur - je nach Geschlecht - teilweise unterschiedliche Funktionsaufträge. 


Viele Hormonwirkungen und Hormonmangelsymptome teilen Frauen und Männer jedoch(...). Es gibt Hormonerkrankungen des Mannes, wie die leider oftmals unzureichend erkannten und damit nicht behandelten "männlichen Wechseljahre" mit Symptomen wie  depressiven Verstimmungen, Angstzuständen, Libidoverlust, Erektionsstörungen, allgemeinem Nachlassen der Vitalität und Leistungsfähigkeit etc.. Auch Schmerzstörungen wie das Fibromyalgiesyndrom können durchaus eine hormonelle Mitursache haben. 


Die Behandlung mit bioidentischen Hormonen ist bereits seit über 50 Jahren durch Ärzte wie Dr. John R. Lee in den USA und anderen Ländern bekannt, leider aber in Deutschland aus verschiedenen Gründen nicht sehr verbreitet. Das ist aus der Sicht von mit dieser Methode arbeitenden Therapeuten sehr schade, da sie häufig sehr nachhaltige positive Effekte auf den Gesamtgesundheitzustand haben kann. Und dies auf eine naturgemäße und sanfte Art und Weise.


Bioidentische Hormone werden aus dem Diosgenin der wilden Yamswurzel hergestellt und sind exakte "Kopien" der von unserem Körper selber synthetisierten Hormone. Daher werden bioidentische Hormone wie "körpereigene Substanzen" in unserem eigenen komplizierten Biosystem erkannt, problemlos akzeptiert und können dort - wie unserer körpereigenen "Botenstoffe" - ihre Wirkung entfalten. Bei RICHTIGER und SEHR individualisierter Anwendung durch den in dieser Therapieform erfahren Therapeuten, sind Nebenwirkungen sehr selten und können - falls sie dennoch einmal auftreten - sofort und auf sanfte und natürliche Weise korrigiert werden. Vor der Eigenanwendung OHNE Begleitung eines erfahrenen Therapeuten muss jedoch dringlich abgeraten werden, da auch bioidentische Hormone wie eine Arznei wirken.


Die Feststellung einer therapiebedürftigen Hormondysbalance erfolgt durch Speichel- und Bluttest. Aufgrund des vorliegenden Befundes wird durch den Therapeuten eine individuelle Therapieempfehlung erstellt und rezeptiert. Die Anwendung erfolgt in Cremeform über die Haut des Unterarmes  und/oder in Form von individuell auf den persönlichen Hormonstoffwechsel abgestimmten homöopathisch aufbereiteten Arzneiglobuli. Dabei kann sehr häufig auch im Bereich der Cremeanwendung auf SEHR niedrige und doch nachhaltig wirksame homöopathische Dosierungen zurüchgegriffen werden. So können diese natürlichen "Botenstoffe" im Wesentlichen am Leberstoffwechsel vorbei wirksam werden, was eine niedrigere Hormondosierung ermöglicht und so das Risiko von etwaigen Nebenwirkungen sehr deutlich reduziert werden. Die Behandlung mit bioidentischen Hormonen ist auch häufig keine Dauertherapie - außer bei ausgeprägten Hormonmangel-Syndromen wie z. Bsp. dem "Klimakterischem Syndrom".


Immer ist jedoch - falls man sich für diese natürliche Therapieform entscheiden möchte -ein sehr enger Kontakt zum Therpeuten die zwingende Voraussetzung, um von einer nachhaltigen gesundheitsfördernden Wirkung profitieren zu können.